Die positive Wirkung von Kurzpausen am Arbeitsplatz

 

In vielen Studien wurde und wird der Effekt von Pausen während der Arbeit untersucht. Die wichtigsten Fragestellungen dabei:

 

- Bringen Pausen wirklich eine Verbesserung – und wenn ja: in Bezug worauf (Arbeitsleistung, Tempo, Konzentration etc.)?

 

- Wie oft sollte man eine Pause einlegen?

 

- Wie lange sollte sie sein?

 

Hier die wichtigen Antworten bzw. Erkenntnisse – damit Sie möglichst effizient und stressfrei Ihre Arbeit erledigen können!

 

Pausen am Arbeitsplatz sind wichtig und unbedingt empfehlenswert.

Pausen in richtiger Länge und zum richtigen Zeitpunkt (mehr dazu siehe unten) machen leistungsfähiger und halten gesund.

 

Planen Sie nicht „nur" Ihre Arbeit – planen Sie auch Ihre Pausen!

Wenn Sie Pausen völlig spontan und unstrukturiert irgendwann im Tagesablauf machen, haben Sie nie den gleichen positiven Erholungseffekt wie bei organisierten Pausen. Unstrukturierte und selbstgewählte Pausen erfolgen nämlich fast immer zu spät (also wenn die Leistung schon sehr abgesunken ist), zu selten und vom Zeitumfang her länger als günstig.

 

Pausen sind kein Zeitverlust – im Gegenteil!

Die in Pausen aufgegangene Arbeitszeit ist nicht verloren wie oft befürchtet, sondern wird umso rascher – da man nun ja wieder ausgerastet ist – eingeholt. Grüße an Ihren Chef …!

 

Die optimale Pausenlänge

Eine wichtige Beobachtung: Die Erholung nimmt nicht linear im Laufe einer Pause zu, sondern findet interessanterweise besonders am Beginn statt. D.h.: man erholt sich im ersten Drittel einer Pause am meisten; der „Rest" ist bei weitem nicht mehr so „erholungsaktiv". So leid es mir tut: Lange Pausen sind nicht bessere Pausen!

 

4 Mal 15 Minuten ist besser als einmal eine Stunde

In mehreren kurzen Pausen erholen Sie sich wesentlich besser als in einer langen Pause. Dadurch beugen Sie einer drohenden Müdigkeit wunderbar vor – und: zu lange Pausen erschweren auch das Zurückfinden in den Arbeitsprozess.

 

Qualität statt Quantität

So wie (fast) überall im Leben gilt dieses Prinzip auch hier. Nutzen Sie Ihre Pausen zu aktiver Entspannung (etwa leichte Gymnastikübungen, Dehn- und Stretchübungen, ein kurzer Spaziergang u.ä.). Nur passiv genutzte Pausen zeigen einen viel geringeren Erholungswert.

 

Der richtige Zeitpunkt

Einer der wichtigsten Zyklen im Tagesablauf ist der Basic Rest/Activity Cycle (BRAC). Auf jeweils 70 aktive Minuten folgen ca. 20 Minuten, in denen sich unser Organismus passiv und rezeptiv verhält. Spätestens nach 70 Minuten Schreibtisch-Arbeit sollten Sie daher eine Pause einplanen, damit sich Ihr System wieder harmonisieren kann. Bei konzentrierter Denkarbeit sollte die Pause sogar schon nach 45 Minuten erfolgen. Insgesamt gilt: Lieber kürzere Pausen, dafür aber öfter.